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E-Book
Salz im Haar

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Avi

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| Verlag: |
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Carlsen |
| Format: |
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EPUB - DRM-geschütztes E-Book |
| eBook ISBN: |
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9783646921700 |
| Print ISBN: |
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9783551355607 |
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| Verfügbarkeit: sofort per Download, im Format: |
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EPUB |

4,99 Euro
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 Weitere Informationen
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Beschreibung Als die 13-jährige Charlotte Doyle im Sommer des Jahres 1832 an Bord der Seahawk geht, ahnt sie nicht, dass diese Reise ihr Leben von Grund auf verändern wird. Lediglich etwas aufgeregt ist die wohlerzogene Tochter aus gutem Hause - schließlich tritt sie die Fahrt nach Amerika ohne ihre Eltern an und muss für mehrere Wochen eine enge, muffige Kabine beziehen. Doch das harte Leben auf See fordert Charlotte schon bald heraus, Mut zu beweisen und Dinge zu tun, die sie nie für möglich gehalten hätte.
 Leseprobe 1 Vor Beginn der Dämmerung befand ich mich am 16. Juni 1832 auf den Docks im englischen Liverpool, wo ich im dichten Gedränge einem Mann folgte, der Mr Grummage hieß. Mr Grummage war Geschäftspartner meines Vaters und ein Gentleman wie er. Mein Vater hatte ihn beauftragt die Einzelheiten meiner Überfahrt nach Amerika zu regeln. So war er es, der mich an der Kutsche empfing, die mich von meiner Schule hergebracht hatte. Er sollte mich sicher an Bord des Schiffes bringen, das mein Vater ausgewählt hatte. Mr Grummage trug einen schwarzen Ausgehrock mit einem Zylinder, der ihn, einen großen Mann, noch größer machte. Sein nüchternes, bleiches Gesicht zeigte keinerlei Regung. Seine Augen glichen denen eines toten Fisches. "Miss Doyle?", fragte er, als ich der Kutsche nach Liverpool entstieg. "Ja. Sind Sie Mr Grummage?" "Der bin ich." "Es freut mich, Sie kennen zu lernen", sagte ich und machte einen Knicks. "Sehr erfreut", entgegnete er. "Nun,Miss Doyle, wenn Sie so freundlich sein würden mir zu zeigen, welcher Koffer der Ihre ist, ich habe einen Mann, der ihn tragen wird. Dann darf ich Sie bitten mir zu folgen. Es wird alles seinen rechten Lauf gehen." "Darf ich mich von meiner Begleitung verabschieden?" "Halten Sie das für notwendig?" "Sie war sehr nett zu mir." "Nun gut, aber beeilen Sie sich." Ich zeigte ihm meinen Seekoffer, umarmte meine liebenswürdige Reisebegleiterin, Miss Emerson, und nahm tränenreich Abschied. Dann eilte ich hinter Mr Grummage her. Ein grobschlächtiger Träger folgte uns mit meinem Seekoffer auf dem Rücken. Unsere kleine Prozession erreichte die Docks in ordentlicher Formation. Neugierig betrachtete ich die vielen Schiffe, die vor uns lagen Masten und Spieren, dicht an dicht wie die Borsten einer Bürste. Wo auch immer ich hinsah, erblickte ich Berge von kostbaren Waren. Seiden- und Tabakballen! Kisten mit Tee! Ein Papagei! Ein Affe! Der Geruch der See wirkte berauschend auf mich, die ich kaum mehr kannte als den Geruch des gepflegten Rasens und der Felder der Barrington School. Dann war da noch die Menge der Arbeiter, Matrosen und Händler alles kräftige Männer. Auch wenn das bunte Gewimmel etwas bedrohlich aussah, war es deswegen kaum weniger aufregend. Tatsächlich hatte ich das Gefühl, alles sei nur für mich inszeniert. "Mr Grummage, Sir", rief ich durch das Getöse. "Wie heißt das Schiff, auf dem ich reisen soll?" Mr Grummage hielt kurz an um mich anzuschauen als ob er überrascht wäre, dass ich zugegen sei, und noch mehr, dass ich Fragen stellte. Dann zog er ein Stück Papier aus einer seiner Taschen. Er warf einen kurzen Blick darauf und verkündete: "Die Seahawk." "Ist es ein britisches oder ein amerikanisches Schiff?" "Ein amerikanisches." "Ein Handelsschiff?" "Selbstverständlich." "Wie viele Masten hat es?" "Ich weiß es nicht." "Sind die anderen schon an Bord?" "Ich denke schon", antwortete er mit Verärgerung in der Stimme. "Zu Ihrer Information, Miss Doyle: Ich erhielt Nachricht, dass sich die Abfahrt verzögert, aber als ich beim Kapitän nachfragte, sagte er mir, dass es sich dabei um ein Missverständnis handeln müsse. Das Schiff soll mit der ersten Flut morgen früh auslaufen. Also haben wir keine Zeit zu verschwenden." Und um dies zu unterstreichen drehte er sich um und ging weiter. Doch ich konnte meine Neugierde nicht länger unterdrücken und es gelang mir, noch eine weitere Frage zu stellen. "Mr Grummage, bitte, wie heißt der Kapitän?" Mr Grummage hielt erneut inne und zog irritiert die Brauen hoch, sah aber in seine Unterlagen. "Kapitän Jaggery", verkündete er und wandte sich erneut zum Gehen. "He! Halt mal!", rief der Träger plötzlich aus. Er ging dicht hinter uns und hatte unser Gespräch belauscht.

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